Qovoq Manti- Kürbis Manti


Wer Usbekistan kennt wird wissen, dass die Grundnahrungsmittel Reis, Brot und unterschiedliche Teigwaren sind. Es gibt sehr viele Arten von Gerichten die mit Teig zubereitet werden. Eine davon sind Manti - unsere gefüllten Teigtaschen.

Manti, ist auch in der Türkei sehr beliebt und da die türkische Küche bekannter ist, als die Usbekische, werden Sie vermutlich eher diese Variante kennen. Die türkischen Manti sind eher mit unseren "Chuchuvara" vergleichbar. Sowohl in der Größe und auch Zubereitungsart sind die usbekischen Manti ganz anders.
Dementsprechend war ich sehr erstaunt, als ich zum ersten Mal bei türkischen Freunden zum Manti-Essen eingeladen war. Ich hatte unsere großen prall gefüllten Manti vor Augen und hatte extra nichts gegessen, damit genug Platz ist ;-)
Umso überraschter war ich, als die Freundin in einem kleineren Suppenteller Miniatur-Manti serviert hatte. Viel Teig - eine halbe Fingerkuppe Hackfleisch als Füllung und viel Yoghurt drüber… Sie hatte extra die besonders kleinen "Kayseri-Manti" zubereitet und war sichtlich stolz auf das Ergebnis.
Das war zwar lecker, aber doch im Vergleich zu unseren Manti ein sehr alltägliches Gericht. Für mich war eindeutig zu wenig Inhalt in den Manti, zudem waren diese im Wasser gekocht, anstatt wie bei uns im Dampf zu garen.
Es ist schon interessant zu sehen, wie sich bei den Türken, die ja kulturell mit den Usbeken verwandt sind, die gleichen Gerichte sich völlig unterschiedlich entwickelt haben. Das soll natürlich die türkische Küche nicht schlecht machen. Ganz im Gegenteil. Ich habe die Vielfalt der Gerichte in der türkischen Küche sehr zu schätzen gelernt.
Aber wenn's um Manti geht ist die usbekische Variante eindeutig mein Favorit. Bei der usbekischen Manti ist der Teig sehr dünn und dient eigentlich wirklich nur als dünner Mantel für eine satte Füllung. Eine Manti sollte schon die Innenfläche einer Hand bedecken. Ein wenig erinnert unsere Manti eher den asiatischen Dimsun.

Bei der klassischen Manti wird bei der Füllung niemals Hackfleisch genommen. Stattdessen wird in kleine Stücke geschnittenes Fleisch genommen. So verarbeitetes Fleisch und reichlich Zwiebeln halten die Manti saftig. Natürlich gibt es Manti in den unterschiedlichsten Füllungen und lokalen Varianten.

Aber heute möchte ich Ihnen eine bekannte klassische Manti-Variante näher bringen. Es ist die "Qovoq Manti" - also vegetarisch mit Kürbis.
Ein bisschen mühsam ist diese Manti schon, aber dafür bekommen Sie am Ende eine köstlich duftende und schmeckende Manti.

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Den Teig rolle ich immer meistens in eine große runde Form und schneide daraus mehrere quadratische Formen. So habe ich das von meine Mutter gelernt und das spart auch eine Menge Zeit. Am Anfang sieht alles vielleicht ein wenig mühsam und schwierig aus, aber nach 2 bis 3 Mal üben gewöhnt man sich daran, und alles geht relativ flott von der Hand.
Die Alternative dazu wäre, von dem Teig einfach Wallnuss große Stücke zu schneiden und danach in runde Formen (ca. 10 cm groß) einzeln auszurollen.
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Bei mittlerer Hitze dauert das Garen ca. 40 min. Bitte in der Zwischenzeit nicht den Deckel des Mantikaskan (Dampfgarer) aufmachen.
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Dazu passt sehr eine scharfe Tomatensauce, Saure Sahen oder auch Schmand.

Für dieses Rezept brauchen sie:

für den Teig:
500 gr. Mehl (bei Bedarf auch etwas mehr Mehl dazu geben und zum bestäuben extra einen kleinen Teller Mehl bereithalten)
1 Glas lauwarmes Wasser
2 Eier
Salz

Für die Füllung:
1 kleinen Kürbis
2-3 Zwiebeln
Butterschmalz
Kreuzkummel, gemahlene Koriandersamen, Salz, Pfeffer
Dampfgarer mit mehreren Ebenen

Schritt 01:

Eier, Wasser und Mehl zu einem Teig mischen (bei Bedarf etwas mehr Mehl dazu geben). Den Teig gut durchkneten, bis er geschmeidig und elastisch ist und nicht mehr an den Händen klebt. Den Teig abdecken und bei Zimmertemperatur ca. 30-40min min ruhen lassen.

Schritt 02:

Die Zwiebeln klein hacken, den Kürbis putzen und in 1 cm große quadratische Stücke schneiden. Den geschmolzenen Butterschmalz über die Füllung gießen. Mit Salz und Gewürzen abschmecken und alles gut vermischen.

Schritt 03:

Den Teig rolle ich immer meistens in eine große runde Form und schneide daraus mehrere quadratische Formen. So habe ich das von meine Mutter gelernt und das spart auch eine Menge Zeit. Am Anfang sieht alles vielleicht ein wenig mühsam und schwierig aus, aber nach 2 bis 3 Mal üben gewöhnt man sich daran, und alles geht relativ flott von der Hand.
Die Alternative dazu wäre, von dem Teig einfach Wallnuss große Stücke zu schneiden und danach in runde Formen (ca. 10 cm groß) einzeln auszurollen. Vermutlich ist das für Anfänger die mühsamere aber leichtere Variante.
Schritt 04:

Jeweils einen Löffel von der Kürbisfüllung auf die Mitte der runden Teiglingen geben und dann von beiden Seiten wie auf dem Bild zu sehen ist hochklappen. Darauf achten dass der Teig dann auch klebt.

Schritt 05:

Die fertig geschlossenen Manti werden danach mit der Unterseite kurz in eine Piyola (kleine usbekische Schale) mit Öl getaucht und dann auf die verschiedenen Ebenen des Dampfgarer verteilt.
Schritt 06:

Bei mittlerer Hitze dauert das Garen ca. 40 min. Bitte in der Zwischenzeit nicht den Deckel des Mantikaskan (Dampfgarer) aufmachen.
Die fertigen Manti auf einem großen Teller servieren. Dazu passt sehr eine scharfe Tomatensauce, Saure Sahen oder auch Schmand.